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16.11.2020

ORANGE THE WORLD 2020

Weltweite Kampagne von 25. November bis 10. Dezember

Unter der Schirmherrschaft von Schauspielerin Ursula Strauss erstrahlen im Rahmen der 16-tägigen UN Women Kampagne 223 öffentliche und private Gebäude und Objekte in Österreich in der Farbe der Solidarität: Orange.

Orange the World - 16 Tage gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - (c) si österr. union
Orange the World - 16 Tage gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - (c) si österr. union
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Gewalt an Frauen und Mädchen sichtbar machen – dies ist das Ziel der internationalen UN Women Kampagne ORANGE THE WORLD, bei der weltweit symbolträchtige Gebäude in orange Licht erstrahlen. Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, welche jährlich zwischen dem 25. November – dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – und dem 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschrechte und zugleich Soroptimist-Tag – stattfinden, werden in Österreich seit 2017 gemeinsam von UN Women Austria, Soroptimist International Austria, dem Ban Ki-Moon Centre for Global Citizens und HeForShe Graz umgesetzt. Erste Group Bank AG, Energie Steiermark, T-Mobile Austria GmbH, UNIQA Österreich Versicherungen AG und die Raiffeisen Bankengruppe Österreich unterstützen diese wichtige Awareness-Kampagne heuer als Sponsoren in Österreich.

Bereits zum dritten Mal in Folge Schirmherrin der Kampagne in Österreich ist Ursula Strauss. Die Schauspielerin engagiert sich stark im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und tritt dafür ein, dass Gewaltopfer die Chance erhalten, sich mit ihren Erfahrungen in der Öffentlichkeit positionieren zu dürfen. Wie wichtig die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zu diesem Thema auch in Österreich 2020 immer noch ist, zeigen die Statistiken: 20 Prozent aller österreichischen Frauen ab 15 Jahren waren bereits von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. 35 Prozent aller Frauen in Österreich wurden bereits sexuell belästigt. Viele Frauen sehen jedoch noch immer von Anzeigen ab. Der Handlungsbedarf ist weiterhin riesig, weshalb sich ORANGE THE WORLD auf Bewusstmachen, Vorbeugen und Reagieren fokussiert.

Um die Thematik in den öffentlichen Diskurs zu rücken, wird auch dieses Jahr in ganz Österreich ein sichtbares – oranges – Zeichen gesetzt. Die praktische Umsetzung der Kampagne in den Bundesländern wird von den 60 Soroptimistclubs in ganz Österreich forciert. „Die Bekämpfung der Gewalt an Frauen ist eines der obersten Ziele von Soroptimist International. Durch unser flächendeckendes Netzwerk in ganz Österreich war es uns auch heuer möglich, ein aktiver Partner für UN Women zu sein.“, erklärt Unionspräsidentin Dr.in Eliette Thurn. Das Wiener Volkskundemuseum, die Albertina, der Uniqa Tower, der Grazer Uhrturm, das Goldene Dachl in Innsbruck und das Schloss Mirabell in Salzburg sowie das Vorarlberger Landestheater in Bregenz – dies sind einige der bekanntesten Beispiele der mehr als 160 öffentlichen Gebäude in Österreich, die orange beleuchtet werden. Die Anzahl der beleuchteten Gebäude konnte somit seit dem österreichischen Start der Kampagne 2017 beinahe verdreifacht werden.

Der erfolgreiche Schwerpunkt von 2019, welcher auf der Einbeziehung von Krankenhäusern und der Sichtbarmachung der dort beschäftigten Opferschutzgruppen lag, wird 2020 weitergeführt. So erstrahlen wieder zahlreiche Krankenhäuser in orangem Licht. Zusätzlich liegt der Fokus dieses Jahr auf den Universitäten – im Besonderen medizinischen Fakultäten. In diesem Zusammenhang werden auch interdisziplinäre Podiumsdiskussionen zum Thema Gewalt an Frauen organisiert. Es wird Vieles umgesetzt werden in den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen – und die Botschaft ist klar: Hinsehen. Handeln.

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01.09.2020

2020 – Gewinnerin des Dr. Suzanne Noël Stipendiums aus Österreich

Das Dr. Suzanne Noël Stipendium, in Erinnerung an die Gründerin des ersten Soroptimist-Clubs in Europa, wird alle zwei Jahre von der Europäischen Föderation vergeben. Es richtet sich an Ärztinnen in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie zur weiteren Spezialisierung in diesem innovativen Gebiet – war doch Dr. Suzanne Noel selbst eine der ersten plastischen Chirurginnen in Europa.


2020 unterstützten der SI Club Wien-Belvedere sowie die Österreichische Union die junge Ärztin Dr. med. univ. Gertraud Eylert, MSc (PhD-Kandidatin) bei der Bewerbung. Nach dem Studium der Humanmedizin in Wien folgten nach der chirurgischen Grundausbildung zwei Jahre Forschungsaufenthalt an der Universität in Toronto (Kanada), die sie mit dem Master of Science in Regenerative Medicine (MSc) abgeschlossen hat, mit Spezialisierung auf Hautwiederherstellung und Wundheilung mit Stammzellen. Das zugesprochene Stipendium in Höhe von € 5.000,- ist der Doktorandin eine große Stütze während der Dissertationsphase an der Medizinischen Universität Graz.


Wir gratulieren Gertraud Eylert sehr herzlich und wünschen ihr viel Erfolg beim Erlangen des Doktorates sowie ihrer weiteren Karriere als Ärztin.


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24.05.2020

Der Club Wien-Belvedere ist sehr traurig über den Tod der langjährigen Clubschwester Dr. Anneliese Presterl

Anneliese wuchs in einem akademischen Familienumfeld mit Hausmusik und Laien-Opernaufführungen in Linz auf. Nach der Matura studierte sie an der Universität Wien Anglistik, Psychologie und Lebenswirtschaftskunde. Ihre Doktorarbeit behandelte mittelenglische Literatur. Während ihres Studiums kam sie erstmals mit dem Soroptimismus durch ihre Freundin Esther von Wartburg in Kontakt. Durch ihre Heirat mit ihrer großen Liebe Herbert übersiedelte sie nach Klagenfurt, wo sie als AHS-Lehrerin an der Lehrerbildungsanstalt, und in Gymnasien mit großer Begeisterung Englisch unterrichtete. Gleichzeitig war sie als Frau ihrer Zeit genauso eine engagierte Mutter und Ehefrau. Sie liebte Reisen und – vor allem englische – Literatur. Sie gab ihre große Freude an der klassischen Bildung und an der Musik nicht nur an ihre beiden Töchter, sondern auch an viele Wahlnichten – und neffen weiter.


Diese beiden Töchter haben in Wien während und nach ihren Studien Fuß gefasst, und so konnte Anneliese ihre Töchterbesuche mit den Club-Meetings koordinieren. Tief getroffen hat sie der frühe Tod ihrer älteren Tochter an einer schweren Krankheit.


Anneliese liebte den Club, da für sie internationale Beziehungen, Kulturaustausch, Völkerverständigung und Anliegen der Frauen seit ihrer Jugend ein besonderes Anliegen waren und sie dieses Engagement im Soroptimismus gut aufgehoben sah. Clubbesuche im Ausland schätzte sie sehr, sie reiste gerne und der Austausch mit Ansichten und Verhalten anderer Frauen belebten ihr Weltbild.


Sie war eine wundervolle Clubschwester, vielseitig interessiert, herzlich anteilnehmend und eindrucksvoll großzügig. Anneliese bezauberte durch ihren Charme und Humor und ihr reiches Wissen. Zu den Clubveranstaltungen brachte sie ihre Familie und Freunde mit, was wir immer sehr schätzten. Wenn es ihr einmal nicht gelang, ein Meeting zu besuchen, so versüßte sie uns beim nächsten Mal mit Schokolade die vergangene Absenz.


Wir werden an Anneliese stets mit besonderer Zuneigung denken.



Autorinnen: Sissy Lauringer, Elisabeth Presterl

Dr. Anneliese Presterl ((C) Privat)
Dr. Anneliese Presterl ((C) Privat)


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24.05.2020

50 Jahre SI Club Wien-Belvedere

neuer Termin: Juni 2021

Liebe Clubschwestern,

die 50-Jahre-Feier des SI Clubs Wien-Belvedere wird coronabedingt vom Spetember 2020 in den Juni 2021 verschoben.

Wir werden euch weiter hier auf der Homepage und auch per Aussendungen informieren.


SI Club Wien-Belvedere


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06.04.2020

Das Zuhause – ein gefährlicher Ort

Notfall-Telefonnummern und Beratungs-Webseiten

Es gibt Situationen, die bedauerlicherweise Gewalt in der Familie fördern. Wir kennen den Anstieg an Gewaltausbrüchen zu Feiertagen, in Ausnahmesituationen und in Fällen von Hilflosigkeit. Und fast immer sind Frauen und Kinder die Leidtragenden. Aber auch die Männer brauchen Hilfe.

Gewalt gegen Frauen gibt es in unterschiedlichen Formen – als physische, sexuelle, soziale oder ökonomische Gewalt. Immer jedoch geht es um Macht, Unterdrückung und Hilflosigkeit. Und immer fühlen sich die Opfer allein, verletzt und unsichtbar. Sie verstecken ihre Leid aus Scham und der Angst vor gesellschaftlicher Ächtung.
Dabei gibt es Hilfe in den Gewaltschutzabteilungen der Krankenhäuser bzw. der Bundesländer.  Es gibt für Betroffene Möglichkeiten sich beraten zu lassen – anonym und rund um die Uhr; oder im Gefahrenfall eine SMS an die Polizei zu senden.  Hier gibt es eine Liste von Ratschlägen, die Frauen in Gewaltbeziehungen in verschiedenen Situationen helfen können: lebensart.at/
Autonome Frauenhäuser
Frauenhelpline
0800 222 555
Polizei 133
Polizeitnotruf per SMS: 0800 133 133 (zugleich Notruf für Gehörlose)
Gewaltschutzzentrum
Frauenberatung St. Johann

Eine wirkungsvolle Hilfe wäre aber auch die Zivilcourage der Umgebung. Die Wahrnehmung von Familienstreit, Schlägen, Misshandlungen mag vielleicht ein unangenehmes Gefühl auslösen – Wegschauen macht es aber nicht besser.  Wer Gewalt wahrnimmt, kann sie unterbrechen (z. B. an der Tür klingeln) oder zumindest die Polizei verständigen.  Das kann die Situation entschärfen – auch wenn die Betroffenen sich vielleicht im ersten Moment nicht dankbar erweisen.


Hilfe für Männer
Männer, die gewalttätig geworden sind, brauchen aber ebenso Hilfe wie ihre Opfer.  Anlaufstelle für sie sind ebenfalls Gewaltschutzzentren, aber auch  Männerberatungen, die ein spezielles Anti-Gewalt-Programm anbieten.

Männerberatung in Wien  +43 1 603 2828
Männerberatung St.Pölten

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